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Zum Einsatz von Linux in Unternehmen
(andere Linux-Dokumente - other Linux documents)
 
 | Zu diesem in manchen Kreisen sehr umstrittenen Thema möchte ich nur aus meiner eigenen Erfahrung beim Einsatz
von Linux in Unternehmen Stellung beziehen. Meine ersten Erfahrungen im Netzwerk-Bereich habe ich beim Aufbau und der Verwaltung eines Novell-Netware-Netzes
an mehreren Standorten mit ca. 200 angeschlossenen PC gesammelt. Nach meinen Ausstieg aus der Angestellten-Laufbahn
habe ich mehrere Netzwerke mit Windows NT 4-Servern installiert, die ich auch heute noch verwalte. Seit Anfang
2000 installiere ich bei meinen Kunden vorzugweise Linux-Server (SuSE Linux 6.3
bis 8.1 bzw. seit neuestem Debian 3.0) mit Samba. Diese Software läßt
einen Linux-Server in der Netzwerk-Umgebung eines Windows-Clients wie einen normalen Server mit Windows NT 4.0
erscheinen. Sogar als primärer Domänen-Controller kann eine solche Maschine arbeiten, so daß die
Benutzer des Netzwerkes höchstens über die Eigenschaften in der Netzwerk-Umgebung erfahren, daß
da eine nicht-Windows-Maschine arbeitet.
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Die Vorzüge einer solchen Lösung sind abgesehen von den Kosten (eine Windows 2000 Server Lizenz für
5 Benutzer kostet etwas über 1000 Euro gegenüber ca. 100 Euro von SuSE
Linux Professional) eine wesentlich schnellere Installation und Konfiguration der Server-Maschine und eine höhere
Stabilität des Servers, der zudem auch ohne Bildschirm und Maus betrieben werden kann. Für mich als System-Verwalter
ist es außerdem sehr angenehm, daß ich mit fünf Dateien die komplette Konfiguration des Kunden-Servers
mitnehmen kann. Außerdem ist es sehr leicht, sich periodisch bestimmte Überprüfungen, z.B. auf
belegten Plattenplatz, und alle auftretenden Fehlermeldungen per Email zuschicken zu lassen.
Sollte ein Kunde seinen Server selber verwalten wollen, kann er das mit SWAT, einem browser-basierten Tool,
das die Funktionalitäten des Server-Managers und des User Managers von NT hat, selber machen.
Zusätzlich sind weitere Software-Pakete zum Nulltarif, d.h. nur zum Preis der Einrichtung, verfügbar,
wie ein kompletter Fax-Server (hylafax) oder ein Proxy-Server (squid)
für den Internet-Zugang. Diese Werkzeuge kosten auf der Windows-Server-Plattform ordentlich Geld, genauso
wie eine vernünftige Backup-Software für automatische Backups.
Auf der Gegenseite fehlen momentan noch bestimmte Lösungen auf der Server-Seite, wie ein Homebanking-Server
oder manche Antiviren-Tools.
Auf der Desktop-Seite wird es meines Erachtens noch einige Jahre dauern, bis Linux auch für Unternehmen
interessant wird. Es fehlen momentan einfach noch die Werkzeuge zur rationellen Entwicklung kommerzieller Software.
Es gibt aber bereits erste interessante Produkte wie Kylix von Borland oder Visual FlagShip von Multisoft.
Ich möchte auch noch auf eine (englisch-sprachige) Seite
verweisen, die detailliert auf Faktoren wie Sicherheit, Performance und Kosten eingeht, und sehr viele Links enthält. |
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